Legend Lin Foto: Stefan Pleger

Fotos: Stefan Pleger

Hymne Aux Fleurs Qui Passent
(Hymne an verwelkende Blumen)

Choreographie: Lee-Chen Lin
Musik: Yiu-Kwong Chung, in „Frühlingsknospen“: ausgewählt aus Beyond Body & Mind und Summen/Humming von Karunesh
Weltpremiere: 2000, Taiwan

1 Pause
LEGEND LIN DANCE THEATRE (Taiwan)
Do, 17.Juni bis Sa. 19. Juni 2004 , 20.30 Dogana

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Tänze wider das Vergessen


Das Legend Lin Dance Theatre wurde 1995 von der taiwanesischen Tänzerin und Choreographien Lee-Chen Lin gegründet. Bereits Anfang der neunziger Jahre hatte Lin damit begonnen, sich intensiv mit den Traditionen und Ritualen ihres Heimatlandes Taiwan zu beschäftigen. Die Gründung einer eigenen Kompanie erschien ihr schließlich das geeignete Medium, um die traditionellen Bewegungsmuster des Ritus für die Nachwelt zu erhalten und vor dem Vergessenstod zu erretten. Mit dem Legend Lin Dance Theatre ging die Choreographin nun daran, das Ergebnis ihrer Spurensuche in eine eigene Formensprache umzusetzen. Die Choreographien des Legend Lin Dance Theaters erscheinen wie gelebte Spiritualität. Sie sind ruhig, kraftvoll und von großer meditativer Tiefe. Im Chinesischen nennt sich ihre Kompanie „wougow“, was im Buddhismus soviel bedeutet wie spirituelle und künstlerische Vollendung. Eine Vollendung, die man als buddhistischer Künstler zwar zeitlebens anstreben soll, von der man aber letztlich weiß, dass man sie nie erreichen kann.

Lee-Chen Lin
Die Poesie des Rituals


Lee-Chen Lin wurde 1950 im taiwanesischen Keelung geboren. 1978 entstand ihr erstes Tanzsolo. Schon in ihrer ersten Arbeit spielte Lin mit kleinen Geschichten aus dem alltäglichen Leben, in denen sie traditionelle und avantgardistische Bewegungsmuster kunstvoll miteinander verwob. Die Tanzgeschichten wurden zu ihrem Markenzeichen, ebenso wie ihr ganz eigener synthetischer Tanzstil. Im Laufe der Jahre kristallisierten sich die Riten und Traditionen ihres Heimatlandes immer deutlicher als Leitmotiv, Antriebsfeder und Inspirationsquelle ihrer künstlerischen Arbeit heraus. In den neunziger Jahren bereiste sie schließlich mit Freunden gezielt das ganze Land, um die noch praktizierten religiösen Volksriten zu studieren. Diese jahrelange Auseinandersetzung verarbeitet und transformiert Lin nun in ihren Choreographien. Ihre Arbeiten zelebrieren den Ritus in einer Poesie der Stille. Und trotz ihrer scheinbaren Einfachheit wirken Lins Tänze immer höchst komplex und rätselhaft.

Legend Lin Foto: Stefan Pleger

Hymne an verwelkenden Blumen
Der Zauber der ewigen Wiederkehr


2000 in Taiwan uraufgeführt, ist die‚ "Hymne an die verwelkenden Blumen" nach wie vor Lee-Chen Lins bedeutendstes Werk. Taoistische Volksriten, Elemente der Pekingoper und moderner Tanz verdichten sich in diesem Stück zu einer entrückten und hoch poetischen Bildersprache, zu einem märchenhaft verlangsamten, traumwandlerischen Tanztheater. In vier Abschnitte unterteilt, erzählt das Stück vom Leben in den vier Jahreszeiten. Vom Erwachen und der Wiedergeburt im Frühling, der belebenden wie erschöpfenden Hitze des Sommers, der melancholischen Schönheit des Herbstes und der starren Kälte des Winters.

Pressestimmen:

Die Kompanie berührt nicht nur den Geist der Zuschauer, sondern all ihre Sinne. (Paris Match)
Das Stück hat eine eigenartige Magie (Neue Zürcher Zeitung)
Eine einzigartige moderne Taiwanesische Kunstform (Chinese Chronicle)


Thu, 17th June
(Ladies Day!)
to Sa, 19th of June 2004
8.30 pm, Dogana


Legend Lin Dance Theatre (Taiwan)
This company, founded in 1995, stands out due to its choreographies that unite quietness and power, and with all their simplicity still seem complex and misterious. In “Hymn to Fading Flowers” taoistic folk rites, elements of the Peking Opera and modern dance are heightened into a highly poetic figurative language. An evening that will not only touch your spirit, but all of your senses.


Gi, 17 a
Sa, 19 giugno 2004
Ore 20.30, Dogana


Legend Lin Dance Theatre (Taiwan)
La compagnia fondata nel 1995 è caratterizzata dalle sue coreografie che uniscono calma e forza e malgrado la loro semplicità sembrano allo stesso tempo complessi e misteriosi. In “Inno per Fiori Che Stanno Appassendo” rituali folcloristici taoisti, elementi dell`opera di Pechino e danza moderna vengono intensificati in un linguaggio figurato altamente poetico. Una serata che non toccherà soltanto il vostro spirito, ma tutti i vostri sensi.

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