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Boris Eifman Ballett
Die hohe Kunst der Expression
Mit seiner 1977 gegründeten eigenen Kompanie hat Boris Eifman ein
neues Kapitel in der Geschichte der russischen Tanzkunst aufgeschlagen.
Auch ein Viertel Jahrhundert nach seiner Gründung gehört die
Kompanie noch immer zu den spannendsten Erscheinungen der russischen
Tanzkunst. Tänzerisch gesehen war die traditionalistische UdSSR
damals eine einzige Quarantänestation. Es fehlte den Tänzern
an jeglichen Sujets und Vorbildern für den zeitgenössischen
Tanz. Trotzdem suchte Eifmann von Anfang an nach einer eigenen künstlerischen
Ausdrucksform. Einer Linie, welche die Kompanie bis auf den heutigen
Tag treu geblieben ist. In seinen Choreographien bevorzugt Eifman dramatische
Geschichten, die er mit großer psychologischer Behutsamkeit zu
erzählen versteht. Trotzdem die Kompanie für ihre prachtvollen
Ausstattungsästhetik weltweit geschätzt und bekannt ist, geht
es Eifman doch vorrangig darum, die seelischen Konflikte seiner Protagonisten
sichtbar zu machen. Er liebt es, sein Publikum zu berühren und
zu bewegen.
Boris Eifman
Avantgardist und Revolutionär der russischen Schule
Boris Eifman ist einer der schillerndsten zeitgenössischen Choreographen.
Es ist zweifelsohne sein Verdienst, den in Russland bis auf den heutigen
Tag praktizierten akademischen Tanz von innen heraus, und gewissermaßen
mit seinen eigenen Mitteln aufgebrochen zu haben. Als Eifmann sein Ensemble
1977 gründete, herrschte in Russland lediglich eine Schule vor:
der klassische akademische (Spitzen)-Tanz. Die Tanzkunst führte
ein völlig autarkes Dasein, blieb unberührt von allen modernen
und avantgardistischen Einflüssen. Boris Eifman wagte es als erster,
mit den Normen des radikalen Klassizismus zu brechen: sowohl durch die
Themen und Geschichten, die er sich für seine Choreographien erwählte,
als auch durch die tänzerische Umsetzung. Für russische Verhältnisse
war er ein Revolutionär, für den Westen ist er bis heute der
einzige moderne russische Choreograph von Weltrang. Gleichwohl er von
Anfang an nach der Moderne suchte, konnte sich Eifman erst nach dem
Zusammenbruch der UdSSR aktiv mit dem zeitgenössischen modernen
Tanz auseinandersetzen. Seine Kompanie ist regelmäßig auf
Tournee. Das internationale Publikum liebt seinen erzählenden Tanz,
die prunkvolle Ausstattung, die absolute technische Perfektion seiner
Tänzer.

Die Rote Giselle
Über den Fluch einer Lebensrolle
In Tribute to Olga Spiesiwcewa hat Boris Eifman seine Rote
Giselle genannt. Olga Spiesiwcewa war eine der bedeutendsten und
begabtesten Primaballerinen des letzten Jahrhunderts. Sie galt als die
perfekteste Giselle ihrer Zeit. Doch eben diese Rolle wurde auch zu
ihrem Verhängnis: Olga Spiesiwcewa verstrickte sich derart in ihre
Paraderolle, dass sie irgendwann nicht mehr zurück ins eigene Leben,
zu ihrer eigenen Persönlichkeit fand. Sie verbrachte die letzten
zwanzig Jahre ihres Lebens in einer Nervenheilanstalt in New York, wo
sie einsam und verlassen starb. Die tragische Lebensgeschichte der Olga
Spiesiwcewa hat Boris Eifman zutiefst erschüttert, sodass er der
großen russischen Künstlerin mit seiner Die Rote Giselle
zumindest posthum ein tänzerisches Denkmal setzen wollte
Pressestimmen:
...provokativ und faszinierend... (New York Times)
nicht nur perfekt sondern auch sexy
(New
York Post)
Ein perfektes Ensemble, eine wunderbare Choreographie und eine
tragische Geschichte
was will man mehr? (Newsday)
Thu, 1st
to Sat, 3rd of July 2004
8:30 pm, Dogana
Boris Eifman Ballett (Russia)
The Russian ensemble is visiting Innsbruck for the 2nd time and this
year they show Eifmans version of the Red Giselle.
In the centre of the plot is the tragic story of one of the most successful
dancers of the 20th century, Olga Spiesiwcewa, who could not find her
way back into real life after interpreting the role of Red Giselle.
It is a provocative and fascinating piece of art, and it is interpreted
in an erotic and perfect way.
Gi, 1 a
Sa, 3 giugno 2004
Ore 20.30, Dogana
Boris Eifman Ballett (Russia)
Ospiti a Innsbruck già per la seconda volta, il gruppo Russo
questa volta mostra la versione di Eifman di La Giselle Rossa.
Nel centro dellazione cè la storia tragica di una
delle migliori danzanti del 20. secolo, Olga Spiesiwcewa, che non riusciva
più a tornare nella vita reale dopo aver interpretato il suo
ruolo deccellenza di La Giselle Rossa. Un pezzo provocativo
e fascinante, interpretato in modo erotico e perfetto.
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